| Russland | ![]() | ||||||||||||
| Skiabfahrt von Europas höchstem Gipfel | |||||||||||||
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| Der Elbrus gilt als historischer Berg. Nachdem deutsche Truppen unter der Leitung des allgäuer Bergführers Caspar Schwarz den Elbrus be- stiegen und eingenommen hatten, wehte 1942 die Reichskriegsflagge auf dem Gipfel - er galt schließlich als der höchste Deutschlands. Ein kleines Museum in der Mir-Station erinnert an diese Zeit. Der mitten im Kaukasus gelegene, doppelköpfige Elbrus ist ein Vulkan- berg, der die umliegenden Gipfel um 1000 m überragt. Seine Exposition sowie die Tatsache, dass er als höchster Berg Europas zu den Seven Summits zählt, machen ihn zu einem begehrten Ziel. Die schnellste Be- gehungszeit von Azau bis zum Gipfel liegt unter 5 ½ Stunden. Dennoch sollte man dem Elbrus nur mit vollem Ernst, guter Kondition und solidem bergsteigerischen Know-How begegnen. Im Mai 2006 erfroren zehn russiche Bergsteiger auf dem Sattel! Zur optimalen Höhenanpassung empfiehlt sich eine Vorbereitungstour (z.B. ins Wallis, siehe Alpine Führungen). Gleich im Anschluss, mit reich- lich roten Blutkörperchen in den Arterien, starten wir nach Russland. Dort nehmen wir uns nochmals 5 Tage Zeit für die Akklimatisation, so dass wir auf eine gute Gipfelquote hoffen können. Ein Reservetag für den Schlechwetter-Fall ist eingeplant. Den Zielflughafen Mineralny Vody erreichen wir über Moskau. Eine drei- stündige Autofahrt durch das Baskan-Tal bringt uns nach Azau, mitten im Touristenresort auf 2200 m gelegen. Nach einer angenehmen Hotel- nacht starten wir am nächsten Tag ausgeruht zur ersten Skitour. Mit dem Sessellift geht es bis auf ca. 2500 m. Wir "fellen auf" und steigen zum Tscheget-Gipfel (3461 m). Die Aussicht auf den Zentralkaukasus, insbesondere den Elbrus ist fantastisch, ebenso die anschließende Tief- schneeabfahrt über 1300 Höhenmeter. Am dritten Reisetag nähern wir uns dem Giganten Elbrus. Zunächst bringen uns Seilbahnen bis auf fast 3500 m, dann steigen wir zu den Botschki-Hütten hinauf. Der Nachmittag und der folgende Tag stehen nochmals im Zeichen der Akklimatisation. Endlich ist es soweit: In aller Frühe und bei einer respektablen Kälte transportiert uns die Pistenraupe bis auf ca. 4400 m. Falls ein Transfer nicht klappt, muss die Strecke mit eigener Kraft bewältigt werden. Der Gipfelgang zieht sich dahin, das letzte Stück ist oftmals nur mit Steigeisen möglich - doch das Glücksgefühl am höchsten Punkt ist überwältigend und wohlverdient! Und schließlich liegt eine lange Ski- abfahrt nach Azau vor uns! Mit etwas Glück und auf Wunsch lässt sich noch ein Tag Heli-Skiing im Kaukasus einbauen: ca. 3000 Höhenmeter Abfahrt in unverspurtem Tiefschnee - ein grandioses Erlebnis! Der Heimweg führt uns über Moskau, dessen Sehenswürdigkeiten man keinesfalls versäumen sollte: Roter Platz, Kreml, Lenin-Mausoleum, GUM, Historisches Museum, Kathedralen u.a. | |||||||||||||
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