| Bolivien | ![]() | ||||||||||||
| Vulkangipfel im Süden Salzwüste - Lagunas - Silberminen | |||||||||||||
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| Unser Flug endet auf 4080 m, dem höchstgelegenen internationalen Flug- hafen der Welt: La Paz. Bereits am nächsten Tag steht auf Wunsch eine Mountainbike-Downhill-Tour auf dem Programm: vom La Cumbre Pass (4670 m) über 3300 Höhenmeter hinunter nach Coroico; zahlreiche Ab- stürze überalteter, verkehrsuntauglicher, überladener Lastwagen und Busse haben dieser Strecke den Ruf der gefährlichsten Straße der Welt verliehen. Nach einer Nacht in Coroico, wo auf gewohnter Meereshöhe ein erholsamer Schlaf zu erwarten ist, lernen wir die Yungas kennen. Die Ruinen von Tiahuanaco sind unser nächstes Ziel: Zeugen der bedeu- tendsten Kultur der Zentralanden, lange vor den Inkas. Bei einer ausgiebigen Citytour durch La Paz besuchen wir das Mondtal, die Kirche San Francisco, den Plaza Murillo, die Calle Jaen mit ihren Museen und die quirlige Hexengasse. Zwei Fahrtage bringen uns anschließend in den Süden Boliviens. Über- nachtet wird in einem Hotel aus Salz, direkt am Salar de Uyuni, dem größten Salzsee der Welt mit einer Fläche von 12000 qkm. Mit Jeeps überqueren wir die blendend weiße Piste aus Kochsalz und beobachten einheimische Salineros bei ihrer Arbeit. Nun ist die Zeit reif für die vor uns liegenden Gipfel: Wir besteigen den Tunupa (5430 m) und den Ollagüe (5863 m), den einzigen aktiven Vulkan Boliviens. Obwohl der Berg fast an die 6000er-Grenze heranreicht, ist der Aufstieg nicht allzu lang - bis in 5500 m Höhe können wir uns im Fahr- zeug auf einer Minenstraße emporschlängeln (Sofern die Straßenbedingungen es zulassen!). Auf unserer weiteren Reise nach Süden begeistern uns die Mumiengräber von San Juan. Landschaftsgenießer kommen voll auf ihre Kosten: Wir begegnen bizarren Felsformationen, wie dem Baum aus Stein, traumhafte Seen säumen den Weg, darunter die Laguna Colorada, welche durch ihre rötliche Färbung, hervorgerufen von Algen und Plankton, ein groß- großartiges Spektakel bietet. Kalt kann es in dieser Gegend werden, bis minus 20° in der Nacht. Umso mehr genießen wir die Thermas de Chalviri, wo wir uns auf fast 5000 m in einer nahezu menschenleeren Bergwelt in 40° heißem Wasser aalen. Am Sol de Manana wird es noch heißer: Hier können wir Schlammquellen und Geysire beobachten, die 50 m hohe Rauchfontainen gen Himmel pusten. Vorbei an der Laguna Verde (grüner See), der Laguna Blanca (weißer See) und dem heiligen Berg Lincancabur geht es zum Uturunco: Auch diesen können wir, sofern ein Unwetter nicht gerade die Straße unpassierbar machte, bis über fünfeinhalbtausend Meter hinauf mit dem Fahrzeug bezwingen. Einige Stunden Fahrt bringen uns in die legendäre, einst wohlhabende Stadt Potosi, wo man am Cerro Rico (reicher Berg) die größte Silberader der Welt entdeckte. Der Reichtum ist längst versiegt, doch noch immer schuften dort die Mineros unter gefährlichen und unmenschlichen Bedin- gungen, und noch immer bevorzugt man dafür Kinder, da diese besser in die engen, bis zu 35°C warmen Stollen passen. Der Anblick macht uns betroffen. Helfen können wir nur, indem wir ihnen Dynamitstangen schen- ken, die vor den Minen zum Verkauf angeboten werden. Den Abschluss der Reise bildet ein Rundgang durch Sucre, der Haupt- stadt Boliviens und eine der schönsten Städte Südamerikas. | |||||||||||||
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